physiognomie.net

Was ist Entwicklungspsychologie?

Womit beschäftigt sich die Entwicklungspsychologie?

Einfach gesagt: Entwicklungspsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie und behandelt die menschliche Entwicklung vom Anfang an bis in das Erwachsenenalter. Jeder Mensch durchläuft verschiedene Entwicklungsstufen im Laufe der Zeit von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle (z.B. sozialer Kontext, Umwelt, Krankheiten, etc.). Im Vergleich zu den Tieren ist die Entwicklungszeit beim Menschen relativ lange. Dies ist notwendig, damit sich der Mensch auf die vielfältigen Aufgaben im Alltag vorbereiten kann.

Das Konzept der Invarianz

Ein Beispiel aus der Entwicklungspsychologie: Im Kindesalter wird das Konzept der “Invarianz” erlernt. Invarianz bedeutet, dass ein Gegenstand unveränderlich bleibt, auch wenn er an einen anderen Ort bewegt wird. Experimente mit Kindern im Alter von 6 Monaten haben gezeigt, dass es kein Interesse mehr an einem Gegenstand zeigt, sobald dieser mit einem Tuch verdeckt wird. An der Mimik bzw. am Gesichtsausdruck kann man erkennen, dass der Gegenstand für den Säugling nicht mehr existiert oder einfach verschwunden ist. Mit zunehmendem Alter lernt das Kind, dass Gegenstände auch dann noch existieren, wenn sie zum Beispiel verdeckt oder versteckt werden.

Was genau entwickelt sich?

I

Die Entwicklungspsychologie beschäftigt sich mit der psychischen Entwicklung des Menschen von Säuglings- bis zum Greisenalter.

Die Entwicklungspsychologie beschäftigt sich mit der psychischen Entwicklung des Menschen von Säuglings- bis zum Greisenalter.

n der Entwicklungspsychologie gibt es – wie in vielen anderen Wissenschaften auch – verschiedene Strömungen. Grundsätzlich werden verschiedene Entwicklungsstufen angenommen. Anfangs fehlen dem Kind noch viele kognitiven Fähigkeiten, die es im Laufe der Zeit erlernen muss, wie etwa die physikalischen Eigenschaften von Gegenständen, die sprachlichen Gesetzmäßigkeiten oder die Fähigkeit, abstrakte Dinge zu verstehen. Das alles entwickelt sich im Laufe der Jahre. Natürlich gibt es auch Beeinträchtigungen durch Krankheiten und Verletzungen, welche die Wahrnehmung und damit die Entwicklung beeinflussen. Durch medizinische Eingriffe (plastische Chirurgie) können verloren gegangene Körperfunktionen mithilfe von Nerven-oder Gewebeverpflanzungen wiederhergestellt werden. Im Alter wiederum können Teile der Wahrnehmung durch Krankheiten beeinträchtigt sein. Ein Schlaganfall (Apoplex) hat Auswirkungen auf die Physiognomie des Patienten. Gesichtszüge und Mimik sind betroffen. Die Person kann Emotionen nicht mehr so deutlich zum Ausdruck bringen, da die jeweiligen Körperteile keine Muskelkraft mehr haben. Insofern beschäftigt uns die Entwicklungspsychologie von der Geburt bis ins Alter.

Als Zusammenfassung kann man sagen, dass sich die Entwicklungspsychologie mit der seelischen und kognitiven Entwicklung im Laufe der Lebenszeit beschäftigt und Antworten auf entwicklungspsychologische Fragestellungen sucht.