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Was ist Physiognomie?

Begriff und Bedeutung

Physiognomie leitet sich von den griechischen Wörtern “physis”, das Körper/Natur bedeutet, und “gnome”, das Wissen bedeutet, ab. Als Physiognomie wird das äußere Erscheinungsbild, vor allem das des Menschen und dabei speziell die charakteritischen Gesichtszüge für einen Menschen bezeichnet. Die Physiognomik gibt es bereits schon seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. und war zu Zeiten Hippokrates ein Teilgebiet der Medizin.

Es wurde versucht, aus den Gesichtszügen und der Gestalt eines Menschen den Gesundheitszustand zu erkennen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Carl Hunter zum Begründer der Psycho-Physiognomik. Diese wird weniger als Krankheitslehre verstanden, sondern als Mittel zum Erwerb von Charaktereinsichten mithilfe der Gestalt und des Gesichtes eines Menschen.

Entwicklungspsychologie und Mimik

In der Physiognomie spielen Gesichtsproportionen eine große Rolle.

In der Physiognomie spielen Gesichtsproportionen eine große Rolle.

Die Physiognomie ist auch ein wichtiger Teil der Entwicklungspsychologie, denn schon im Kleinkindalter lernt der Mensch, seine Mitmenschen anhand der Physiognomie wiederzuerkennen. Menschen kommunizieren über Emotionen und Mimik, doch unter Physiognomie versteht man zudem jedoch auch das Unbeeinflussbare während einer Kommunikation wie zum Beispiel die Lage der Ohren, die Länge der Nase, die Breite des Gesichtes oder vorhandene Falten. Als Beispiel dafür: Nach der chinesischen Physiognomie, lässt sich das Gesicht in drei Teile aufteilen. Danach steht die Stirn für den Intellekt, die Augen und die Nase für die Seele und der Mund, Kiefer und das Kinn für den Körper. Wenn alle 3 Gesichtspartien gleich stark ausgeprägt sind, ist es ein Zeichen für Harmonie. Wenn jedoch eine Partie stärker ausgeprägt ist, ist gleichzeitig eine Charaktereigenschaft stärker ausgeprägt.

Portraits und die plastische Chirurgie

Die Geschichte der Portraitmalerei zeigt, dass Menschen bis heute immer mehr Interesse an individuellen Physiognomien haben. Eine wichtige Funktion von Portraits war es natürlich, dass die individuellen Gesichtszüge eines Menschen festgehalten werden. In der Physiognomie kann man besonders am Profil eines Gesichts viel über die Seele ablesen. Unwillkürlich werden bestimmte Gesichtszüge mit bestimmten Eigenschaften verbunden, denn ein Gesicht gilt als ein Abbild und Speicher für die Lebensgeschichte und den Charakter eines Menschen. Schon seit Jahrzehnten wurde die Physiognomie eines Menschen durch Kosmetik und Masken verändert. Doch seit einigen Jahren wird immer häufiger plastische Chirurgie, angewendet um die Physiognomie eines Gesichtes oder Körpers dauerhaft zu verändern. Die plastische Chirurgie wird aufgrund der Tatsache, dass die Attraktivität des Gesichts auf den sozialen Status und viel mehr Einfluss haben kann immer beliebter aber auch umstrittener.